Sind Sie auf der Suche nach einem Dokument des Europäischen Parlaments?

Donnerstag, 3. Februar 2011

Sind Sie auf der Suche nach einem Dokument des Europäischen Parlaments?

Das öffentliche Dokumentenregister des Europäischen Parlaments enthält die Referenzen der Dokumente, die seit dem 3. Dezember 2001 und somit seit Inkrafttreten der Verordnung (EG) Nr. 1049/2001 vom Organ erstellt wurden bzw. bei ihm eingegangen sind.

Die meisten dieser Dokumente sind in elektronischer Form unmittelbar öffentlich zugänglich. Der elektronische Zugang ist kostenfrei und erfordert keine besondere Begründung.

In der Regel enthält das Register für jedes Dokument:

* das Aktenzeichen oder die Referenznummer

* das Datum des Dokuments

* den Verfasser oder die für die Erstellung des Dokuments zuständige Dienststelle

* die Verbindungen (Links zu anderen Dokumenten desselben Verfahrens)

Hier gelangen Sie zur Suchfunktion auf den Seiten des Europäischen Parlaments.

ALVARO: Cyberattacke auf Emissionshandel beweist Verwundbarkeit der EU

Freitag, 21. Januar 2011

„Der beispiellose digitale Einbruch in das europäische CO2-Emissionshandelssystem legt die Verwundbarkeit europäischer IT-Infrastruktur klar offen. Weiter…

SCHRIFTLICHE ANFRAGE E-9445/2010 – Betrifft: Schätzung des Alters von Kindern auf Bildern im Internet

Dienstag, 18. Januar 2011

Parlamentarische Anfragen

15. November 2010

E-9445/2010

Anfrage zur schriftlichen Beantwortung

an die Kommission

Artikel 117 der Geschäftsordnung

Alexander Alvaro (ALDE)

Betrifft: Schätzung des Alters von Kindern auf Bildern im Internet

Beteiligt sich die Kommission an der Entwicklung von Methoden zur Schätzung des Alters von Kindern auf Bildern im Internet?

Was ist das Ziel des Projekts JAI/2002/STOP/132?

Wie sehen der derzeitige Stand, die Finanzierung und der Grund für die Unterstützung des Projekts JAI/2002/STOP/132 aus?

Was ist das Ziel des Projekts JLS/2005/AGIS/054?

Wie sehen der derzeitige Stand, die Finanzierung und der Grund für die Unterstützung des Projekts JLS/2005/AGIS/054 aus?

Was ist das Ziel des Projekts JLS/2007/ISEC/451?

Wie sehen der derzeitige Stand, die Finanzierung und der Grund für die Unterstützung des Projekts JLS/2007/ISEC/451 aus?

Gibt es ähnliche Projekte, die von der Kommission finanziert werden?

Originalsprache der Anfrage: EN

Antwort:

E-9445/10/DE

Antwort von Frau Malmström

im Namen der Kommission

(3.1.2011)

Allgemeines Ziel der Programme STOP II1 und AGIS2 war es, den Bürgern ein hohes Maß an Schutz in einem Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts zu bieten und insbesondere die sexuelle Ausbeutung von Kindern, einschließlich Kinderpornografie, zu verhüten und zu bekämpfen. Auch das Programm „Kriminalprävention und Kriminalitätsbekämpfung“3 ist auf dieses allgemeine Ziel ausgerichtet, das es durch die Prävention und Bekämpfung insbesondere von Straftaten gegen Kinder verfolgt. Die genannten Programme sehen u. a. eine finanzielle Unterstützung für Studien und Forschungsarbeiten, Entwicklung und Technologietransfer vor.

Das Projekt JAI/2002/STOP/132 trägt den Titel „Kinderpornografie: Entwicklung eines Verfahrens zur Schätzung des Lebensalters der kindlichen Opfer“. Es wurde vom Universitätsklinikum für Rechtsmedizin Schleswig-Holstein und Partnereinrichtungen durchgeführt. Ziel des Projekts war die Entwicklung einer objektiven und wissenschaftlich haltbaren Methode für die Altersschätzung anhand von Filmen und Fotografien, die auf der Schätzung von altersspezifischen Veränderungen der Proportionen des kindlichen Gesichts beruht. Konkret sollte die Pilotversion einer Software für die automatisierte Altersschätzung entwickelt werden. Das auf ein Jahr befristete Projekt war mit Mitteln von insgesamt 595 725,00 EUR ausgestattet; davon finanzierte die Kommission 189 199,00 EUR (31,76 % der Gesamtkosten). Das Projekt wurde einmal kostenneutral verlängert und lief von Dezember 2002 bis Mai 2004.

Gegenstand des Projekts JLS/2005/AGIS/054 war die Entwicklung einer Software, mit deren Hilfe pornografisches Material durch Altersschätzung aufgrund der Gesichtsproportionen der Opfer automatisch als „Kinderpornografie“ identifiziert wird. Es wurde von Visage Technology AG und Partnereinrichtungen durchgeführt. Mit dem Projekt wurde die zuvor genante Pilotstudie JAI/2002/STOP/132 fortgeführt und die Pilotsoftware weiterentwickelt, um dem besonderen Bedarf von Ermittlungsbehörden Rechnung zu tragen. Die Referenzdaten wurden breiter definiert, damit die relevanten Altersgruppen erfasst werden können. Die Gesamtmittel betrugen schätzungsweise 428 551,84 EUR, von denen die Kommission 277 304,47 EUR (68,97 % der Gesamtkosten) finanzierte. Das Projekt begann am 21. Dezember 2005 und endete am 10. Dezember 2007.

Der Titel des Projekts JLS/2007/ISEC/451 ist: „Automatisierte Altersschätzung und Identifizierung kindlicher Opfer auf kinderpornographischem Material“. Das Projekt wird vom Universitätsklinikum Düsseldorf und Partnereinrichtungen durchgeführt. Es ist die Fortsetzung des vorstehend genannten Projekts JLS/2005/AGIS/054 und hat die Entwicklung von Software zur Erkennung von Opfern einer größeren Zahl von Altersgruppen zum Ziel. Für das Projekt steht ein Gesamtbudget von schätzungsweise 822 112,95 EUR zur Verfügung; davon hat die Kommission 575 125,90 EUR (69,96 % der Gesamtkosten) finanziert. Die Laufzeit der Projektaktivitäten erstreckt sich auf den Dreijahreszeitraum 31. Dezember 2007 bis 31. Dezember 2010.

SCHRIFTLICHE ANFRAGE E-8802/2010 – Betrifft: Internetsperren und Kinderpornografie

Dienstag, 18. Januar 2011

Parlamentarische Anfragen

26. Oktober 2010

E-8802/2010

Anfrage zur schriftlichen Beantwortung

an die Kommission

Artikel 117 der Geschäftsordnung

Marietje Schaake (ALDE) , Sophia in ‘t Veld (ALDE) , Alexander Alvaro (ALDE) und Nadja Hirsch (ALDE)

Betrifft: Internetsperren und Kinderpornografie

Die Kommission finanziert das CIRCAMP (COSPOL Internet Related Child Abusive Material Project). Das Ziel von CIRCAMP besteht in der Bekämpfung des organisierten kommerziellen Vertriebs von Material über nachweislichen Kindesmissbrauch, oft als „Kinderpornografie“ bezeichnet. Es wirbt für die Einführung und den Einsatz von Internetsperren in ganz Europa. Die Sperre setzt auf der „Domain“-Ebene an, so dass beispielsweise Domainnamen (wie www.yahoo.com) wegen einer einzigen Seite mit einem verbotenen Bild gesperrt werden könnten. Auf seiner Website rühmt sich das CIRCAMP der seiner Ansicht nach positiven Auswirkungen willkürlicher Seitensperrungen auf Domain-Ebene: „Legt ein/e Domaininhaber/in versehentlich oder bewusst Material über Kindesmissbrauch unter seinem/seiner Domain ab und wird diese von der Polizei gesperrt, so wird die Sperre nicht aufgehoben, bis das Material entfernt worden ist. Unserer Ansicht nach motiviert das die Anbieter von Netzinhalten dazu, Material über Kindesmissbrauch von ihren Systemen/Diensten fernzuhalten.“ (http://circamp.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=11:circamp-overview&catid=1:project&I).

Hierzu sei darauf hingewiesen, dass die Anbieter von Inhalten und die Domaininhaber sehr oft nicht dieselben Personen/Unternehmen sind — zum Beispiel ist ein Blog-Anbieter Besitzer einer Domain, während die Blogger selbst „Inhaltsanbieter“ sind.

Alle Anbieter von Diensten, mittels derer Inhalte öffentlich angeboten werden können, sehen sich daher mit der Situation konfrontiert, dass ihre Dienste ohne Warnung oder ordnungsgemäßes Verfahren gesperrt werden können. Außerdem kann diese Sperrung ohne irgendwelche Einspruchsmöglichkeiten oder klare Kompetenzabgrenzungen erfolgen. Daher besteht für Unternehmen, die sich das aufgrund ihrer Größenordnung leisten können, die einzige sichere Lösung darin, diese Androhung als generelle Pflicht zur Überwachung anzusehen — nicht nur im Falle von illegalem Material, für dessen Beurteilung ihnen die Ausbildung fehlt, sondern von jedwedem Material, bei dem eine Gefahr besteht, dass es für rechtswidrig erklärt werden könnte.

1. Kann die Kommission erklären, weshalb sie diese „generelle [De-facto-]Pflicht zur Überwachung“, die dem Sinn der Richtlinie 2000/31/EG(1) über den elektronischen Geschäftsverkehr widerspricht, finanziell unterstützt?

2. Darüber hinaus führt die Sperrung ganzer Domains unweigerlich zur Sperrung legaler Inhalte. Freilich wird dies im vorstehenden Zitat von der CIRCAMP-Website offenbar als Vorzug ausgelegt. Könnte Kommissarin Malmström erläutern, wie diese vorsätzliche Sperrung legalen Materials durch willkürliche Domainsperrungen mit ihrer Aussage in Einklang zu bringen ist, sie würde allen Sperrungen von Inhalten anderer Art als Material über Kindesmissbrauch „persönlich entschieden entgegentreten“ (http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/malmstrom/archive/Speech%20%20Malmstrom%20-%20Combating%20sexual%20abuse%2006_05_2010.pdf)?

(1) ABl. L 178 vom 17.7.2000, S. 1.

Originalsprache der Anfrage: EN

Antwort:

E-8802/10DE

Antwort von Frau Kroes

im Namen der Kommission

(17.1.2011)

Die Kommission hat im Zeitraum 1.11.2008 bis 31.10.2010 für das CIRCAMP-Projekt Mittel aus dem Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ bereitgestellt.

Mit diesem Projekt sollte der organisierte und umfassende grenzübergreifende Austausch vorbildlicher Praktiken zwischen den Strafverfolgungsbehörden bei der Bekämpfung von Herstellung und Online-Verbreitung von sowie Zugang zu Material über Kindesmissbrauch gefördert werden. Vor allem war die gemeinsame Nutzung eines Filtersystems geplant. In jedem Land, in dem das Instrument eingeführt wird, wird von den nationalen Polizeibehörden gemäß den nationalen Rechtsvorschriften ein Verzeichnis der Websites erstellt, die Bilder von Kindesmissbrauch hosten.

Mit dem CIRCAMP-Projekt wurde nicht festgelegt, welche Ebene für die Sperrung zu bevorzugen ist; darüber wird im betreffenden Land entschieden, in einigen Ländern erfolgt die Sperrung auf Domänenebene, in anderen Ländern wird eine Kombination von Domänen- und URL-Sperrung angewandt. Das Ziel des Projekts bestand nicht darin, eine allgemeine Pflicht zur Überwachung einzuführen, noch haben sich Unternehmen als Ergebnis der Arbeit des Projekts verpflichtet gefühlt, ein solches System einzuführen. Die Kommission ist nicht für die CIRCAMP-Website verantwortlich. Ein Kommentar der Kommission zu ihren Inhalten wäre somit unangemessen.

Die Kommission hat am 29. März 2010 einen Vorschlag für eine Richtlinie zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern sowie der Kinderpornografie vorgelegt. Kinderpornografie ist zuallererst die bildliche Darstellung eines an einem Kind begangenen schrecklichen Verbrechens, und die Verbreitung von Bildern von Kindesmissbrauch im Internet stellt eine schwere Verletzung der Privatsphäre des Kindes dar. Im Rahmen einer Reihe von Maßnahmen, mit denen diese Verbreitung bekämpft und unterbunden werden soll, hat die Kommission vorgeschlagen, dass die Mitgliedstaaten vorbehaltlich entsprechender rechtlicher Vorkehrungen Maßnahmen ergreifen sollten, um den Zugang von Internetnutzern zu Webseiten mit kinderpornografischem Inhalt in ihrem Hoheitsgebiet zu sperren. Die zur Erfüllung dieser Verpflichtung eingesetzten technischen Instrumente können die Mitgliedstaaten frei wählen.

Parlamentarischer Bericht von Alexander Alvaro 2009-2010

Donnerstag, 13. Januar 2011

Hier finden Sie den parlamentarischen  Bericht von Alexander Alvaro für den Zeitraum 2009-2010.

Download (ca. 15MB): Parlamentarischer Bericht Alexander Alvaro 2009-2010