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	<title>Alexander Alvaro &#187; Vertrag von Lissabon</title>
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	<description>Mehr Freiheit. Mehr Sicherheit.</description>
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		<title>Vertrag von Lissabon</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 08:05:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SvenGoergens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vertrag von Lissabon]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Vertrag von Lissabon wurde von allen 27 Mitgliedsstaaten am 13. Dezember 2007 in Lissabon unterzeichnet und ist am 1. Dezember 2009 nach nationalen Ratifizierungsverfahren in Kraft getreten. Er wird auch &#8220;Reformvertrag&#8221; genannt, weil er eine grundlegende Reform der Strukturen, der Entscheidungsverfahren und Arbeitsabläufe der Organe und Institutionen der Europäischen Union herbeiführte. Notwendig für eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Vertrag von Lissabon wurde von allen 27 Mitgliedsstaaten am 13. Dezember 2007 in Lissabon unterzeichnet und ist am 1. Dezember 2009 nach nationalen Ratifizierungsverfahren in Kraft getreten. Er wird auch <strong>&#8220;Reformvertrag&#8221;</strong> genannt, weil er eine grundlegende Reform der Strukturen, der Entscheidungsverfahren und Arbeitsabläufe der Organe und Institutionen der Europäischen Union herbeiführte.</p>
<p style="text-align: justify;">Notwendig für eine Reform der EU waren zum einen globale Herausforderungen, die nicht an nationalen Grenzen Halt machen, wie z.B. Globalisierung, demografische Entwicklung, Klimawandel und neue Herausforderungen für die Sicherheit. Zum anderen war für die auf 27 Mitgliedsstaaten erweiterte Union mit rund 500 Millionen Bürgerinnen und Bürgern eine Modernisierung nötig, um ihre Handlungsfähigkeit zu erhalten. <strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>- Der Vertrag von Lissabon hat die      bestehenden Verträge nicht ersetzt, sondern nur geändert und aktualisiert</strong>.      Somit wurden der Vertrag über die Europäische Union (EUV) und der Vertrag      zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (EGV) überarbeitet, und der EGV      in AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union) umbenannt.</p>
<p style="text-align: justify;">- Die      Europäische Union erhält des Weiteren eine <strong>eigene</strong> <strong>Rechtspersönlichkeit.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">- Die EU erwirbt durch die nun <strong>rechtsverbindliche</strong> <strong>Grundrechtecharta</strong> erstmals einen eigenständigen Katalog von politischen, wirtschaftlichen,      sozialen und Bürgerrechten, die nicht nur für die Union und ihre      Institutionen, sondern auch für die Mitgliedstaaten bei der Anwendung und      Umsetzung des Gemeinschaftsrechts bindend sind. Außerdem bietet der      Vertrag von Lissabon die Beitrittsmöglichkeit zur Europäischen      Menschenrechtskonvention.</p>
<p style="text-align: justify;">- Die      Handlungsfähigkeit der EU nach außen sichert künftig die <strong>Hohe Vertreterin für Außen- und      Sicherheitspolitik</strong> Baroness Ashton, die zugleich Vizepräsidentin der      Europäischen Kommission ist. Ein neuer Europäischer Auswärtiger Dienst aus      EU-Beamten und nationalen Diplomaten wird die Arbeit der Hohen Vertreterin      für die Außen- und Sicherheitspolitik unterstützen.</p>
<p style="text-align: justify;">- Der      Europäische <strong>Rat</strong> wird von dem      auf zweieinhalb Jahre gewählten Ratspräsidenten Herman van Rompuy      geleitet. Die Beschlussfassung mit qualifizierter Mehrheit wird auf fast      alle Politikbereiche ausgedehnt, dadurch wird die Beschlussfassung im Rat      erleichtert  und das Prinzip      der Einstimmigkeit bis auf wenige Ausnahmen beschränkt. Das Veto eines      Mitgliedsstaates reicht nun nicht mehr aus, um einen Beschluss zu      verhindern. Wenn der Rat über EU-Gesetze berät, muss er künftig öffentlich      tagen, was einen wichtigen Beitrag zur Transparenz bedeutet.</p>
<p style="text-align: justify;">- Im      Lissabonner Vertrag ist nicht nur der Beitritt zur Union, sondern auch      erstmals die Möglichkeit des Austritts vertraglich geregelt.</p>
<p style="text-align: justify;">- Durch      den Vertrag von Lissabon werden die demokratischen Grundlagen der EU      gestärkt. <strong>Das Europäische Parlament      und der Rat entscheiden nun gleichberechtigt über europäische Gesetze. </strong>Das bisher geläufige Mitentscheidungsverfahren      zwischen Rat und Parlament wird erheblich ausgeweitet und erhält nun den      Rang des ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens.</p>
<p style="text-align: justify;">- Des      Weiteren wird das Parlament auch bezüglich der Haushaltsrechte      einflussreicher, die Abgeordneten entscheiden nun über alle <strong>EU-Ausgaben</strong> mit.</p>
<p style="text-align: justify;">- Das      Parlament muss internationalen Abkommen zustimmen und kann Änderungen der      Grundlagenverträge anstoßen (Art. 48 EUV).</p>
<p style="text-align: justify;">- Auch      die Wahl des Präsidenten der Europäischen Kommission obliegt dem      Parlament, auch die Abstimmung über die Einsetzung wie der gesamten      Kommission und auch des Hohen Vertreters für die Außen- und      Sicherheitspolitik.</p>
<p style="text-align: justify;">- Weiterhin      regelt der Vertrag von Lissabon auch die Zusammensetzung des Parlaments      neu. Die Anzahl der Abgeordneten steigt von 736 auf 750 zuzüglich des      Amtes des Parlamentspräsidenten.</p>
<p style="text-align: justify;">- Ein      weiterer wichtiger Beitrag zur Demokratie ist die Stärkung der nationalen      Parlamente, deren Rechte und Pflichten klar geregelt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">- Auch      neu ist das Recht auf <strong>Bürgerinitiative</strong>,      mit der mind. 1 Million Bürger die Kommission mittels Unterschrift      auffordern kann, neue Vorschläge zu bestimmten Themen zu unterbreiten.</p>
<ul style="text-align: justify;"></ul>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Den Vertrag von Lissabon und alle älteren Verträge finden Sie <a href="http://eur-lex.europa.eu/de/treaties/index.htm">hier</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Grundrechtecharta ist unter diesem <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2010:083:0389:0403:DE:PDF">Link</a> abrufbar.</p>
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