ALVARO: PNR-Abkommen mit USA so nicht zustimmungsfähig

Mittwoch, 16. November 2011

„Der von der Kommission verhandelte Abkommensentwurf über die Weitergabe von Fluggastdaten (PNR-Abkommen) an die USA ist ungenügend. Der Inhalt des Abkommens entspricht weitestgehend dem alten Abkommenstext. Die Kommission sollte die Verhandlungen mit den USA wieder aufnehmen, wenn das Abkommen die Zustimmung des Europäischen Parlamentes erhalten soll“, erklärt Alexander Alvaro, Präsidiumsmitglied der FDP und innenpolitischer Sprecher der FDP im EP.

„Das Europäische Parlament hat erst vor wenigen Tagen mit dem Ziel der Wahrung der Freiheit und der Sicherheit europäischer Bürger dem Abkommen über die Weitergabe von Fluggastdaten an Australien zugestimmt. Die in jenem Abkommen getroffenen Regelungen zu Speicherdauer, Zugriffsrechten und Rechtsanspruch europäischer Bürger sind dabei als Maßstab für alle weiteren PNR-Abkommen zu betrachten. Das Ziel der EU war von Anfang an die Harmonisierung aller PNR-Abkommen mit Drittstaaten. Es ist nicht verständlich, warum nun für die USA andere Bestimmungen gelten sollten, als für australische oder kanadische Behörden.“

„Die USA sind unser engster Verbündeter, die Kooperation funktioniert ausgezeichnet und ich vertraue deshalb auch darauf, dass wir in dieser Frage Einverständnis erzielen werden.“

Aktuelle Herausforderungen europäischer Netzpolitik

Mittwoch, 16. November 2011

Hier finden Sie meinen Beitrag “Aktuelle Herausforderungen europäischer Netzpolitik” aus der Zeitschrift Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. in der Ausgabe 3/2011 – September 2011.

Aktuelle Herausforderungen europaeischer Netzpolitik

Rede zu Rechten von Kindern in der Europäischen Union am 26.10.2011 in Straßburg

Freitag, 28. Oktober 2011

Alexander Alvaro (ALDE).

 

Frau Präsidentin, sehr geehrte Kommissarin, sehr geehrte Ratspräsidentschaft! Der sexuelle Missbrauch von Kindern ist nicht nur ein Verbrechen, es ist eine Seuche, ein Markt der Schande und der Schändung, den wir austrocknen müssen. Wir stehen ja hier heute zusammen, um den besten Weg zu finden, wie wir das machen.

 

Ich danke der Berichterstatterin und der Kommissarin sehr für die Anstrengungen, die sie unternommen haben, um eine gemeinsame Position in diesem Hause zu finden. Wir haben uns auf das Prinzip Löschen statt Sperren von Websites geeinigt. Wir haben uns darauf geeinigt, die vollständige Beseitigung von kinderpornographischem Material im Netz durchzusetzen und es den Mitgliedstaaten zu überlassen, wenn sie dies nicht erreichen, die Sperrung zu vollziehen. Aber wir haben uns auch dafür entschieden, keinen Schleier über das zu legen, was es gibt, sondern die Quellen und die Ursachen dieses Problems anzugehen, und das vor allem mit dieser Richtlinie und mit der Arbeit, die die Kollegen darin investiert haben.

 

Gleichzeitig zwingt uns das aber natürlich zu internationalem Handeln. Der Kollege Albrecht hat eben deutlich darauf hingewiesen. Die meisten dieser Seiten kommen von außerhalb der Grenzen Europas. Es kann nicht sein, dass Phishing-Sites schneller aus dem Internet verschwunden sind als kinderpornographische Sites. Es ist unser gemeinsamer Auftrag, Staaten, ob europäische oder andere, daran zu erinnern, dass sie sich der Verantwortung nicht entziehen können, hier zu handeln anstatt wegzuschauen.

 

Es muss darum gehen, die Hintermänner zu identifizieren, die Nutznießer zu fassen und die Kinder in Europa und in anderen Ländern nachhaltig zu schützen.

ALVARO/HIRSCH: EU-Internetsperren verhindert

Donnerstag, 27. Oktober 2011

„Verpflichtende Netzsperren sind mit dem heutigen Tage vom Tisch. Zur Einrichtung einer EU-weiten Sperrinfrastruktur wird es nicht kommen. Verbindlich geregelt wird, dass Mitgliedstaaten Internetseiten mit Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern löschen Weiter…

ALVARO: Schengenblockade durch Niederlande und Finnland ist nicht gerechtfertigt

Donnerstag, 22. September 2011

„Die Blockade der Aufnahme Rumäniens und Bulgariens in den Schengen-Raum durch Finnland und die Niederlande ist nicht gerechtfertigt und behindert die Freizügigkeit aller europäischer Bürger. Weiter…